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In der Nacht vom 16. auf den 17. April 1943 stürzte bei Katzenbach (Krs. Kaiserslautern) die Stirling des neuseeländischen Piloten K. F. Debenham ab. Außer dem Copiloten des Flugzeuges, der gefangen genommen wurde, kamen alle anderen 5 Besatzungsmitglieder ums Leben.
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In the night of 16 and 17 April 1943 the Stirling of Pilot K. F. Debenham from New Zealand crashed near Katzenbach (Kaiserslautern County). With the exception of the co-pilot, who was taken captive, all other 5 crewmembers were KIA.
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Ein Stoppelfeld, darauf ein Bagger, der um einen rot-weißen Markierungsstab ein Viereck von etwa 150 Quadratmetern absteckt und dann Schaufel für Schaufel Erde aushebt, die sich rechts und links zu türmen beginnt. Daneben Männer mit Handschuhen und Pickel, die im aufgeworfenen Grund herumstochern.
Ein Szenario, das am Donnerstag zwischen Hütschenhausen und Katzenbach zu beobachten war und das sich als Ausgrabung einer 54 Jahre alten Vergangenheit entpuppte. Damals, am 16. April 1943, nachts zwischen 1.13 Uhr und 1.30 Uhr, stürzte ein abgeschossener viermotoriger Bomber der britischen Luftwaffe, eine „Short Stirling l", ab. Brennend bohrte er sich vier Meter tief in die Erde. Die siebenköpfige Besatzung überlebte nicht.
Derlei Augenzeugenberichten und allgemein bekannten Fakten nimmt sich eine Privatinitiative, die Arbeitsgrupp Vermißten-Suchdienst im Saar-Pfalz-Kreis, bundesweit an, wenn, wie bei Katzenbach, noch heute die Überreste im Erdreich der Absturzstellen blieben. Einer der Hauptinitiatoren der Aktion auf dem Stoppelfeld ist Uwe Benkel aus dem Kaiserslauterer Stadtteil Mölschbach. Sieben Jahre bemühte er sich um das Einverständnis des Grundstückseigentümers. Der andere, Otto Schmitt aus Guldental, hat drei Jahre gebraucht, bis er grünes Licht für diese Ausgrabung erhielt. Zusammen gelang es ihnen vor einigen Wochen, endlich die Erlaubnis für die Grabung zu bekommen.
Vier Vertreter der amerikanischen Streitkräfte, ein Beobachter der britischen Luftwaffe, vier Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Vermißten-Suchdienst, und fünf Männer des Kampfmittelräumdienstes helfen den beiden. Schon nach wenigen Minuten mischt sich verrottetes Aluminium zwischen die Erdmassen, knapp ein Meter tief erste Gegenstände und Bruchteile des Flugzeugs, dann einer der vier Sternmotoren, rund zehn Zentner schwer. Blau-türkis, rostrot oder flaschengrün schimmern die Teile im Licht. Teile aus Stahl und Aluminium-Legierungen, die im Erdreich auch giftige Substanzen absondern.
„Diese Art der Verseuchung ist nur eines der Argumente, die unser Tun bestimmen. Zudem versuchen wir die oft zögerliche Haltung der Grundstückseigentümer damit zu überwinden, daß nach wie vor Verdacht auf Bomben vorliegt. Hinzu kommt der wichtige humanitäre Aspekt den Angehörigen der Toten gegenüber", erklärt Benkel. Im aktuellen Fall wurden die namentlich bekannten, teils jedoch zur Unkenntlichkeit verbrannten Körper nach dem Absturz zunächst in ein Massengrab auf dem Katzenbacher Friedhof gebettet. 1948 folgte die Überführung auf den englischen Nationalfriedhof.
Wie bereits vermutet, finden sich am Donnerstag keine weiteren Leichenteile an der Absturzstelle. Doch am Ende der Aktion, die einen ganzen Tag beanspruchte, hat sich rund eine Tonne Material angesammelt, dazwischen Uniformreste, Gürtelschnalle und - zu allerunterst dann doch überraschend entdeckt - noch funktionierende Brandbomben und Munition. Für deren Entsorgung wird zusätzlich ein Spezialtrupp angefordert. Die Flugzeugteile werden von den Mitarbeitern aussortiert, die markanten Stücke gesäubert und aufbewahrt, der Rest dem Schrotthändler überlassen.
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